„Beeindruckt hat mich, dass der Beruf so handwerklich ist.“

Andrea Göbbels hatte ein paar Fragen an Lynn Bergmann über das dreitägige Praktikum.

Frau Bergmann, Sie haben gerade das Abitur gemacht. Was hat Sie bewogen ein Praktikum außer der Reihe in unserer Praxis zu absolvieren?
Mich interessiert die Zahnmedizin und auch die Medizin und ich denke, das Praktikum hilft mir, mich für die eine oder andere berufliche Entwicklung zu entscheiden. Zudem ist ihre Praxiswebseite sehr informativ, auch was Hospitationen angeht.
Wie ist Ihr Eindruck von der Arbeit hier? Was hat Ihnen besonders gefallen?
Erst einmal habe ich mich gefreut, dass ich bei ihnen überhaupt ein Praktikum machen kann.
Besonders gefallen hat mir der enge Kontakt mit den Patientinnen. Das gesamte Team geht sehr einfühlsam mit den Patientinnen um und es herrscht eine gute Atmosphäre untereinander. Für mich waren manche Behandlungen besonders interessant, zum Beispiel konnte ich bei einer Wurzelkanalbehandlung dabei sein oder bei einer Parodontitisbehandlung, auch eine Zahnentfernung habe ich gesehen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Behandlungsabläufe spannend für Sie waren. Gib es etwas, was Sie überrascht hat? Was hätten Sie so nicht erwartet?
Mir war nicht bewusst, wie intensiv und aufeinander abgestimmt die Zusammenarbeit zwischen Behandler und Assistenz ist. Auch die große handwerkliche Komponente und enge Zusammenarbeit mit den Zahntechnischen Laboren, die der Zahnarztberuf mit sich bringt, hätte ich nicht erwartet. Da ist reichlich Fingerfertigkeit gefragt. Es hat mich außerdem erstaunt, wie viele Patientinnen immer noch Zahnersatz in Form von Kronen, Brücken, Zahnprothesen oder Implantaten benötigen.
Ganz besonders beeindruckt war ich von den ausführlichen Erklärungen für die Patientinnen. Sie alle benötigen hierbei ein gutes Maß an Fingerspitzengefühl.
Ja, das stimmt. Und eine gute Beobachtungsgabe hilft, die Patient*innen durch die Behandlung zu führen. Gibt es etwas, was Sie sich wünschen, vielleicht in Bezug auf die Praktikumsmöglichkeiten?
Ich fände es gut, wenn man während eines Praktikums etwas selbstständig machen kann. Mit ist allerdings die rechtliche Problematik dahinter bewusst.
Eine letzte Frage habe ich noch. Angenommen Sie wären jetzt Inhaberin einer Zahnarztpraxis. Was würden Sie für Praktikanten anders machen?
Ich würde die Möglichkeit eines Praktikums noch mehr bewerben, damit mehr Menschen auf den Beruf aufmerksam werden, zum Beispiel bei Berufsmessen in den Schulen.
Diesen Hinweis werden wir gern aufgreifen. Haben Sie vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für Sie!