In den vergangenen mehr als zwei Wochen durften wir Frau Laura Richter bei uns in der Praxis begrüßen. Als Zahnmedizinstudentin an der Medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ Technischen Universität Dresden hat sie unsere Praxis im Rahmen einer Hospitation kennengelernt. Sie hat dabei unseren Praxisalltag aus nächster Nähe erlebt, spannende Einblicke in die praktische Zahnmedizin gewonnen und erfahren, wie das im Studium erworbene Wissen im Praxisalltag Anwendung findet. Für uns ist es immer eine Bereicherung, interessierten Studierenden einen Einblick in unsere Arbeit zu ermöglichen. Wir freuen uns, wenn wir den einen oder anderen Impuls für den späteren eigenen Berufsweg mitgeben können und so den Austausch zwischen Studium und Praxis zu fördern.
Natürlich hatten wir ein paar Fragen an Frau Richter:
Wie ist Ihr Fazit am Ende der Hospitation in unserer Zahnarztpraxis? Für mich waren die vergangenen mehr als zwei Wochen eine lehrreiche Zeit, weil ich durch die Offenheit der beiden Praxisinhaber und des Personals einen tiefen Einblick in die Abläufe erhalten habe. Trotz des stressigen Alltags haben sich Andrea und Maik Göbbels viel Zeit genommen, um mir Befunde, konkrete Behandlungen ode rauch den Umgang mit Patient*innen zu erklären. Mir ist dadurch einmal mehr bewusst geworden, warum die Hospitation während des Studiums wichtig ist. Es waren viele Dinge dabei, die an der Uni nicht gelehrt werden und ich habe gesehen, dass nicht alles nach Lehrbuch abläuft. Insofern war die Hospitation sehr wichtig für mich und bestimmt werde ich mir das Eine oder Andere zu gegebener Zeit in Erinnerung rufen. Es hat mir viel Spaß gemacht!
Gibt es etwas, was Sie überrascht hat oder besonders gefallen? Was hätten Sie so nicht erwartet? Was mich sehr fasziniert hat, war die unterschiedliche Arbeitsweise der beiden Zahnärzte. Jeder hat sein Spezialgebiet und seine ganz eigene Persönlichkeit. Beide ergänzen sich in der Praxis gegenseitig. Ein reger Austausch zwischen den beiden Behandlern sorgt für optimale Behandlungsmöglichkeiten. Auch in der Praxisführung hat jeder seine Aufgabengebiete. Und natürlich habe ich erlebt, dass die Arbeit als Zahnarzt in freier Niederlassung auch bedeutet, ein Unternehmen zu führen und damit nicht mit dem Abschließen der Praxistür endet, sondern auch hier Verantwortung übernommen werden muss.
Was können Sie durch die Hospitation bei uns für Ihr Studium mitnehmen? Was haben Sie gelernt? Das Studium bereitet mich auf die Behandlungen am Patienten vor, dennoch kann die Uni nicht alles lehren – das habe ich hautnah erleben können. Ich denke da zum Beispiel den Umgang mit besonderen Geräten, Instrumenten oder Materialien. Manches geht nicht „nach Lehrbuch“ zu behandeln, im Praxisalltag gibt es eben noch andere Herausforderungen.
Die Abrechnung ist eine Wissenschaft für sich, der Umgang mit Mitarbeitenden oder ganz allgemein die Führung einer Praxis im unternehmerischen Sinn sind wichtige Aspekte. Diese Themen werden im Studium nur wenig vermittelt. Ich bin Andrea und Maik Göbbels dankbar für die Möglichkeit der Hospitation im Rahmen des Studiums. Die beiden haben mir einen Einblick in ihre Behandlungsmethoden gegeben und auch in ihre dahinter stehenden moralischen Werte. Ich nehme ganz viele Informationen mit und den wichtigen Hinweis, dass man sich als Zahnärztin oder Zahnarzt fortwährend weiterbilden muss.
Herzlichen Dank an Frau Richter für ihre Worte! Wir freuen uns, sie bald wiederzusehen.
